Grundlagen der Traditionellen Ernährung

Nachdem es auf dieser Webseite nun viel Theoretisches gab, habe ich mir diesmal etwas praktischeres überlegt: Eine bebilderte Übersicht, die die wichtigsten Grundlagen dieses Konzepts gesunder Ernährung zusammenfasst.

Regional & saisonal

Früher aß man als Selbstversorger nur das, was im eigenen Garten wuchs, und davon alles zu seiner Zeit. Es gab keine von weit her importierten Bananen und Avocados. Oder frische Tomaten und Paprikas im Winter. Während die Traditionelle Chinesische Medizin bereits seit mehreren Jahrtausenden einen Zusammenhang zwischen Klima, Lebensmittel und Gesundheit sieht, hat inzwischen auch die Wissenschaft bewiesen, dass regionale Ernährung verträglicher ist!

Bio & clean-eating

Während meiner Tätigkeit im Gartenbau-Institut erzählte ein Kollege, dass seine Gänse nur den Bio-Salat essen und den konventionellen Salat nicht anrührten – obwohl dieser tatsächlich auch ohne Pestizide war. Das sollte uns zu Denken geben! Verarbeiteten Produkten sind zudem fast immer Aromen und andere Zusatzstoffe zugefügt, die inzwischen mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung gebracht werden. Wer diese länger meidet, wird sie bald heraus schmecken und als störend empfinden.

Nose-to-tail

Aus Respekt zu Tier und Umwelt sollten nicht nur Muskelfleisch oder Fischfilet verwendet werden. Tatsächlich sind Innereien sogar um einiges nährstoffreicher. Aus Knochen und Gräten lassen sich zudem kräftigende Brühen herstellen. Lernen wir aus der Vergangenheit und anderen Ländern, wie sich diese aus heutiger Sicht „Abfallprodukte“ lecker zubereiten lassen!

Wildkräuter

Glücklicherweise sind unsere Wälder auch heute noch mit Brennesseln, Bärlauch, Giersch und anderen Kräutern gesegnet. Sie sind um einiges nährstoffreicher als Gemüse und sollten deshalb auf jeden Fall den Speiseplan bereichern. Das Sammeln der Kräuter erdet und verbindet mit der Natur, was Stress abbaut und die Zufriedenheit erhöht.

Fermente

Durch verschiedene Bakterien wird aus Getreide ein Sauerteig oder aus Weißkohl ein Sauerkraut. Diesen Vorgang bezeichnet man als Fermentation und er sorgt dafür, dass die Nährstoffe besser vom Darm aufgenommen werden können.

Vollwertiges Getreide

Wie zahlreiche Experimente gezeigt haben, ist Getreide nur dann ein gesundes Lebensmittel, wenn es mit Schale und Keimling vermahlen wird. Bei gekauften Mehlen ist das nicht der Fall. Mehr dazu hier.

Naturbelassene Fette

Fett macht dick – das trifft nur auf industriell verarbeitete, raffinierte Öle zu (die in der Plastikflasche). Nicht aber für naturbelassene Fette. Kaltgepresstes Lein- oder Hanföl bereichert Salate, während Butter, Schmalz oder Talg sich gut zum Braten eignen. Dabei muss nicht gespart werden, denn viele Nährstoffe können nur in Kombination mit Fett aufgenommen werden! Mehr dazu hier.

Rohkost

Dass Salate und Gemüse-Sticks gesund sind, hat sich bereits rumgesprochen. Doch dass auch Eier und Fleisch roh gegessen viele gesundheitliche Vorteile hat, können sich die meisten inzwischen kaum noch vorstellen. Natürlich gilt dies nur für frische Produkte aus biologischer Haltung.

Keine Industrieprodukte

Die schädliche Wirkung von Industriezucker ist längst vielfach wissenschaftlich bewiesen. Honig oder Trockenobst sind gute heimische Alternativen zum Süßen – mehr dazu hier. Auch homogenisierte Milch wird inzwischen zunehmend mit Allergien und Darmprobemen in Verbindung gebracht. Hier ist rohe oder pasteurisierte Milch die bessere Wahl.

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Was wünscht ihr euch als nächstes auf www.traditionelle-ernaehrung.de?

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Graphik: canva

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1 Kommentar

  1. Marvin Falz says:

    Hallo. Ich war ja immer der Ansicht, dass industrielle Herstellung wegen der Menge an Menschen, die ernährt werden wollen, notwendig ist. Aber andererseits wird vielleicht tatsächlich mehr an Essbarem verbraucht, weil Industrieprodukte nie so richtig satt machen. Vollgestopft und verstopft zu sein ist ja nicht dasselbe wie satt sein und keinen Hunger mehr haben. Mit anderen Worten, vielleicht ist es eben doch nicht notwendig, dass Essbares in der Menge produziert wird, und vielleicht würde dies auch die Arbeit in den Fabriken erleichtern. Oder man stellt gleich wieder ganz um auf ältere, traditionellere Anbau- und Produktionsmethoden. Aquaponik scheint solch eine Methode zu sein.

    Ich persönlich würde gerne mehr über das traditionelle Leben in einem russischen Dorf lesen.

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